Aus dem Japanischen von Verena Werner. Herausgegeben von Eduard Klopfenstein. März 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs: Tokio ist seit mehreren Monaten Ziel schwerster Luftangriffe. Der bedeutende japanische Schriftsteller Dazai flieht mit seiner Frau und der vierjährigen Tochter aus der Stadt und verfasst unter diesem Eindruck sein erfolgreichstes Werk. Rahmenhandlung ist eine Bombennacht, in der ein Vater seine Tochter mit Märchenerzählungen zu trösten versucht. Dazai wandelt dabei vier in Japan sehr bekannte Märchen in humorvoller Weise ab und gibt ihnen - vor dem Hintergrund des brutalen Kriegsgeschehens - eine sarkastisch-tragische Dimension. Versehen mit einem umfangreichen Anhang: Fassungen der Originalmärchen, Nachwort der Übersetzerin, Glossar.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.03.2013
Der Grundton ist eher düster, meint Leopold Federmair angesichts der hier vorliegenden Erzählungen des japanischen Autors Osamu Dazai. Trotzdem weist der Rezensent auch auf die Neigung des Autors zur Eulenspiegelei hin, auf seine Märchenadaptionen und auf sein außergewöhnliches, durchaus launiges Talent, das unterhaltsam und detailfreudig nach den Beweggründen seiner Figuren fragt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…