Benedikt Huber (Hg.)

Mein Tokio 1953 / 2013

Eine Stadt erlebt in zwei unterschiedlichen Epochen
Cover: Mein Tokio 1953 / 2013
Edition Esefeld und Traub, Stuttgart 2013
ISBN 9783980988773
Gebunden, 288 Seiten, 53,00 EUR

Klappentext

Mytyo | My Tokyo | Mein Tokio 1953/2013 ist der vierte Band in der Reihe der Stadtlesebücher zu internationalen Metropolen. Grundlage des Projekts sind S/W-Fotos aus dem Archiv der Innenarchitektin Martha Huber-Villiger aus den Jahren 1953 und 1954 und Farbphotos von Naomi Hanakata aus den letzten Jahren. Martha Villiger begleitete Charlotte Perriand und ihre Familie in den 50er Jahren für ein Jahr nach Tokio, um dort die Ausstellung "La Synthèse des Arts" vorzubereiten. Naomi Hanakata hat Tokio immer wieder besucht und fotografiert. Im Moment lebt und arbeitet sie dort als Architektin. Die Fotos zeigen den architektonischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel dieser faszinierenden Stadt innerhalb der letzten knapp 60 Jahre und nach dem Tokhoku-Erdbeben sowie Fukushima. 57 sehr verschiedene Autoren haben sich von den Fotos inspirieren lassen und persönliche Geschichten aus dem Alltag geschrieben, von Erlebnissen, die sich ihnen eingeprägt haben und in denen sich die Stadt in ihrer Besonderheit zeigt über das Leben in Tokio.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.01.2014

Der Band ist eigentlich ein Sammelsurium, wenn man der Rezenstin Laura Weissmüller glaubt: Fotos von zwei Fotgrafinnen aus ganz unterschiedlichen Epochen, den frühen fünfziger Jahren und der Gegenwart. Und Texte von fünfzig Autoren. Und doch ist da keine Mitte, keine klar beschreibbare Gestalt, sondern nur "dieses heftige Fehlen", über das Peter Eszterhazy in seinem Beitrag für den Band schreibt. Der Band lohnt aber gerade in seiner Fragmentarität allemal: In den alten Fotos Martha Huber-Villigers findet sich ein längst versunkenes Tokio mit einfachsten Hütten und großer Harmonie zwischen Senkrechte und Waagerechte (so die Rezensentin), in den Nachfolgern Naomi Hanakata dagegen die Bewunderung fürs alltägliche Gewusel. Weissmüller spricht eine nachdrückliche Empfehlung aus.

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