Aus dem Amerikanischen von Günter Ohnemus. Es ist nicht gerade einfach, so zu tun, als wäre alles normal, wenn dein Bruder völlig bekifft auf dem Sofa hängt, zusammen mit einem Kerl, der ziemlich minderbemittelt aussieht, während jeden Moment deine total gestresste und womöglich todkranke Mutter und dein ahnungsloser Cowboy-spielender kleiner Bruder zur Tür rein kommen könnten. Nein, Toby hat es mit seiner Familie wirklich nicht leicht!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
Rezensent Siggi Seuss hätte nicht gedacht, dass man aus einer Geschichte, die üblicherweise Stoff für amerikanische Familienserien a la "Malcolm mittendrin" liefert, tatsächlich einen Roman machen kann. Nach der Lektüre von Patricia McCormicks neuem Buch weiß er jedoch, dass es funktioniert. Die New Yorker Autorin schildert den Alltag eines pubertierenden Jungen, "zerbröselt" zwischen einer überforderten Mutter, einem kiffenden Bruder und einem nicht vorhandenen Vater so, dass daran "nichts auszusetzen" ist. Zwar könne man den Eindruck haben, hier habe jemand den typischen amerikanischen Alltag in ein buch gegossen, aber die Art, in der der Autorin dies gelingt, rechtfertigt seiner Meinung nach das Thema: Schließlich "greift ein dramaturgisches Zahnrädchen ins andere" und auch das Verhältnis aus Drama und Humor sei ausgeglichen. Und nicht zuletzt rechnet es der Kritiker McCormick hoch an, dass sie auf ein "allzu süßliches Happy End" verzichtet".
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