Niemand wurde zum Milliardär, Werbung gibt es nicht und doch gehört Wikipedia zu den Top 10 aller Websites. Die Enzyklopädie ist weltweit ein Synonym für Wissen - und sie konnte sich gegen Konkurrenten von Brockhaus bis Google durchsetzen. Ihre Entwicklung in Deutschland nahm auf ganz besondere Weise Fahrt auf.Wikipedia ist soziales Experiment, bedeutendes Instrument der Freiheit und gleichzeitig geschlossene Gesellschaft. Und Pavel Richter, Wikipedianer der ersten Stunde, der fünf Jahre in Berlin die Geschäfte hinter dem Wissensriesen führte, ist dessen Biograf. Er erzählt eine Geschichte voller faszinierender Begebenheiten und auch von einigen Skandalen, Fehlern, Fakes und legendären Editierkriegen. Wikipedia ist eines der spannendsten Kulturphänomene unserer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2020
Rezensent Thomas Thiel hat diese Wikipedia-Biografie zum zwanzigjährigen Bestehen der Plattform mit Interesse gelesen. Denn der ehemalige Leiter der deutschen Wikimedia-Stiftung, Pavel Richter, erklärt dem Kritiker nicht nur das Erfolgskonzept der Wikipedia - globaler Einfluss der AutorInnen ohne die Förderung von Narzissmus - sondern spart auch kritische Töne nicht aus. So liest Thiel hier von Lobbyisteneinfluss, aggressivem Arbeitsklima und zu hohem Männeranteil, vermisst allerdings deutliche Kritik an den ideologischen Kämpfen, die in der Wikipedia ausgetragen werden.
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