Aus dem Englischen von Birgit Schöbitz und Dzifa Vode. Vieles gibt es im Internet völlig kostenlos. Dies verändert grundlegend Kaufverhalten und Mentalität der Konsumenten: Warum zahlen, wenn man Produkte auch umsonst kriegen kann? Unternehmen können von dieser "Free"-Mentalität aber letztlich auch profitieren. Ein Beispiel ist IBM, die Software verschenken und die dafür nötige Hardware verkaufen. Der Reiz und letztlich das Profitable am "Konzept Kostenlos" ist also: Unternehmen machen sich bekannt und werben neue Kunden - kostenlose Produkte sind letztlich ein ideales Marketinginstrument. Anderson zeigt anhand von vier konkreten Geschäftsmodellen, wie es Unternehmen gelingen kann, sich "Free" zunutze zu machen und damit erfolgreich zu werden. Andersons These: Gerade wenn etwas digital ist, wird es früher oder später sowieso kostenlos sein. Man kann "Free" nicht aufhalten. Und: "Free" lohnt sich!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2009
Rezensent Thomas Thiel erblickt in Chris Andersons Buch "Free" ein "radikales Plädoyer für eine universelle Kostenloskultur". Den teils euphorisch vorgetragenen Thesen über Internet-Geschäftsmodelle, die auf kostenlose Kernprodukte setzen, begegnet er mit gehöriger Skepsis. Dass hochwertige kostenlose Angebote und der Verzicht auf Geld im Internet bei einigen Unternehmen mit späteren Gewinnen belohnt wird, will er dabei gar nicht bestreiten. Gleichwohl scheint ihm der Autor bei seinen Argumentationen einiges zu übersehen. Das, was etwa für Google funktioniert, muss seines Erachtens für andere Unternehmen nicht unbedingt zum Erfolg führen. Er hält dem Autor nicht nur vor, bei der Wahl seiner Beispiele vor allem etablierte Größen und einige Newcomer zu wählen, für die die Rechnung aufgeht, sondern auch die Gefahr des mit der Geschenkökonomie verbundenen wachsenden Marktmonopolismus zu ignorieren. "Wer den Werbemarkt wie Google beherrscht", moniert Thiel, "kann es sich leisten, andere Produkte zu verschenken."
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…