Stefan Hentz weist dankenswerter Weise zunächst darauf hin, dass es sich bei den hier versammelten Texten um die Beiträge zum Funkkolleg "Jugendkultur und Popmusik", also eine eher akademische Verarbeitung des Themas handelt. Besonders zeichnet er dabei anhand mehrerer Essays nach, wie sich die Jugendkultur aus einer Revolte gegen die Eltern zu einem selbstbezüglichen System entwickelte, in dem es nicht mehr so sehr ums Aufbegehren ging, sondern darum, "sich voneinander abzugrenzen". Rocker gegen Mods, Hippies gegen Punks - undsoweiter. Für Hentz beibt ein "sonderbarer Beigeschmack" bei dem Buch. Ihn stört, dass manche Autoren mit "objektivem" Anspruch auftreten und dabei nur ihre subjektiven Fanstrategien durchsetzen wollten.
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