Péter Nádas ist als Autor zahlreicher Romane, Essays und Theaterstücke bekannt. Kaum jemand weiß aber, daß er auch fotografiert hat. Nádas führt uns Ansichten von Städten, Dörfern und unberührten Landschaften in Ungarn vor. Daneben hat er eine große Anzahl von Porträts von jenen Leuten geschaffen, die an diesen Orten leben. Immer wieder findet man Szenen, die den Alltag dieser Menschen genau schildern. Einen Hauptteil in diesem Buch stellen die Arbeiten aus den sechziger Jahren dar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Äußerst angetan ist Hansjörg Graf von diesem Bild- und Textband Péter Nádas`, an dem ihm neben "ästhetischer Perfektion" vor allem jegliches Fehlen des Spektakulären gefällt. Graf fühlt sich von Nádas leisen Tönen angesprochen, bei denen immer Trauer, Schmerz und auch Schicksalsergebenheit mitschwinge. Dass Nádas jedoch nicht nur Menschen fotografiert, sondern auch Gegenstände wie Fassaden, Treppengeländer und ähnliches, rufe vergangene Zeiten zurück. Für Graf ist dieser Band auch ein "Abschied vom 20. Jahrhundert". Von den Texten hebt er zwei ganz besonders hervor und lobt dabei vor allem Nádas` Umgang mit "archaischen Verständigungsformen".
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