Laszlo Moholy-Nagy

Moholy Album

Changing Perspectives on the Roadmaps of Modern Photography, 1925-1937

Klappentext

Herausgegeben von Jeannine Fiedler. In englischer Sprache. Dieses Buch ist eine Weltpremiere: Hattula Moholy-Nagy, die Tochter des Künstlers und Bauhausmeisters László Moholy-Nagy, hat für diese Publikation ihr Foto-Archiv geöffnet und zum ersten Mal ist Moholy-Nagys Album von Fotokontakten zu sehen. Es entstand zwischen 1925 und 1937, zwischen Weimar und der Emigration in die USA. Moholys Fotogramme und Fotografien gehören zu den bedeutendsten Arbeiten der Kunst des 20. Jahrhunderts und sind Ikonen der von ihm maßgebliche geprägten Bewegung des Neuen Sehens - einer spektakulär neuen Art auf die Welt zu blicken und sie mit Fotoapparaten aus den Angeln zu heben.Mit mehr als 1 000 Fotografien und Illustrationen ermöglicht dieses Buch eine ganz neue Sicht auf den Fotografen Moholy-Nagy. Auf der Grundlage neu erschlossener Archivquellen und des bislang unbekannten Bilderfundus werden unterschiedlichste Aspekte seiner fotografischen Tätigkeiten erschlossen: Moholys Reisen durch Europa; seine Tätigkeit als Vortragsreisender und Vermarkter der eigenen Arbeit; das Zusammenspiel von Film und Fotografie vor dem Hintergrund wiederentdeckten Filmmaterials.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.09.2019

Wie László Moholy-Nagy ein das neue Sehen einer Technik gestütztes Gegenwart inthronierte, kann Ronald Berg anhand der Fotos aus dem Nachlass des Künstlers nachvollziehen. Noch wichtiger scheinen dem Rezensenten allerdings die her versammelten Fotos aus den zwanziger Jahren, die über den Meister selbst Auskunft gegen, Freunde, Frauen am Strand, Kinder, Porträts und Gitterstrukturen. Das sichere kompositorische Gespür ist für Berg sogleich erkennbar. Die Begleittexte informieren den Betrachter über Personen und Umstände der Aufnahmen und bieten kunsthistorische Kommentare, erklärt Berg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2019

Das, was sich hier unter dem schlichten Namen "Moholy Album" verbirgt, ist eine kleine Sensation, versichert Rezensent Steffen Siegel. Denn tatsächlich gelingt Herausgeberin und Bauhaus-Expertin Jeannine Fiedler der im Untertitel angekündigte Perspektivwechsel auf Moholy-Nagy, verspricht der Kritiker, der hier nicht nur glänzende und sorgsam geordnete Reproduktionen aus Moholy-Nagys europäischer Schaffensphase, den Jahren 1924 bis 1937, entdeckt, sondern auch jene Bilder betrachtet, die der Fotograf auf der "SS Manhattan" machte, als er in die USA emigrierte. Großartig findet Siegel zudem, wie Fiedler Moholy-Nagys meist erotische Frauenporträts jenen Fotos gegenüberstellt, die nicht für die Veröffentlichungen gedacht waren. Und Fiedlers angenehm kurze Bildkommentare sind ohnehin die Lektüre wert, schließt der Rezensent.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 19.07.2019

Rezensentin Eva Hepper betrachtet das von Jeannine Fiedler herausgegebene und sorgfältig kommentierte Foto-Album aus dem Nachlass von Laszlo Moholy-Nagy auch als Autobiografie in Bildern. Neben der Meisterschaft der exakten Komposition bietet ihr der Band des Bauhaus-Meisters auch weniger theoretische, weniger strenge Schnappschüsse von Kollegen, Freunden und Gefährtinnen. Für Hepper besonders spannend, zeigen sie doch eine weniger bekannte Seite des Künstlers. Die rund 1000 noch nie gezeigten Kontakte und Reprofotografien aus dem Archiv findet Hepper sensationell - wegen ihrer Qualität und wegen ihres historischen Werts.