Aus dem Englischen von Yvonne Badal. Beginnt die Ideengeschichte der Menschheit, als die Frühmenschen erstmals Feuer machten, vor ca. 1,8 Millionen Jahren? Oder schon mit dem ersten Faustkeil vor etwa 2,5 Millionen Jahren? Warum entwickelte sich vor 40 000 Jahren eine komplexe Sprache? Wie kamen das Minus- und das Plus-Zeichen in die Vorstellungswelt, und wie entstand das Bild vom Paradies? Peter Watson lädt ein zu einer Expedition durch die abenteuerliche Welt menschlicher Ideen. Vom ersten Feuer, dem ersten Werkzeug und den ersten Worten über die Geburt der Götter, die ersten Gesetze und die Entwicklung großer Zentren von Wissen und Weisheit bis hin zu den umwälzenden Ideen der Moderne: das Größte und das Kleinste, das Selbst-Bewusstsein des Individuums und die Entdeckung des Unbewussten. Dabei ordnet Watson die riesige Materialfülle nach drei zentralen Ideen, die für ihn die Geschichte der Menschheit prägen: die Seele, mehr als die Idee von einem Gott, Europa, mehr als das Gebiet auf der Landkarte, und das Experiment als Motor aller Entwicklung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2006
Eine instruktive und unterhaltsame Lektüre sieht Rezensent Ernst Horst in Peter Watsons Kulturgeschichte der Erfindungen. Er attestiert dem Autor, überaus sachkundig und spannend zu schreiben. Interessant scheint ihm Watsons Ansatz, die Fülle von Ideen anhand der drei Grundideen Seele, Europa und Experiment effizient zu strukturieren. Bisweilen beschleicht Horst allerdings ein wenig der Eindruck, die Kulturgeschichte der Menschheit werde hier "glatter und sanfter" dargestellt, als sie tatsächlich verlaufen ist. Dass der britische Autor recht ausführlich auf die Errungenschaften Englands und Schottlands eingeht, begrüßt er dagegen ausdrücklich. Etwas bedenklich findet er schließlich die Vehemenz, mit der Watson, sonst im Ton eher ruhig, Sigmund Freud als Scharlatan brandmarken will.
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