Über die Palästina-Frage scheint schon alles gesagt. Das Buch von Petra Wild beweist das Gegenteil. Es orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Kolonialismus- und Genozidforschung, die den Zionismus als eine Form des europäischen Siedlerkolonialismus ausweisen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.06.2013
Die SZ lässt gern den Tel Aviver Soziologen Moshe Zuckermann schreiben. Er scheut sich nicht, den Deutschen eine "selbstauferlegte Tabuisierung" gegenüber Israel vorzuwerfen und die Kritiker des Landes, gegen "widerliche Schmutzkampagnen" und "perfide Kreuzzüge" in Schutz zu nehmen. Ausgesprochen vorwärts verteidigt Zuckermann denn auch Petra Wilds Buch über das Schicksal der Palästinenser, das zwar nicht Neues über die verzweifelte Lage der Palästinenser und die israelische Siedlungspolitik erzählen kann, aber das mit einer dezidierten Wortwahl: Kolonialismus, Apartheid, schleichender Genozid. Nun gut, räumt Zuckermann ein, die NS-Vergleiche sind vielleicht nicht alle notwendig und treffend - aber kein Grund für die "infame Besudelung", der die Autorin bestimmt ausgesetzt sein wird!
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…