Philipp Lichterbeck

Das verlorene Paradies

Eine Reie durch Haiti und die Dominikanische Republik
Cover: Das verlorene Paradies
DuMont Verlag, Köln 2013
ISBN 9783770182534
Gebunden, 384 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Was tut man, wenn man während eines Voodoo-Rituals in Haiti plötzlich zum Objekt der Zeremonie auserkoren wird? Was haben Sextouristen in der Dominikanischen Republik mit Kolumbus gemein? Warum ist Haiti eines der ärmsten Länder der Welt, obwohl Milliarden von Dollars in die winzige Nation gepumpt werden? Philipp Lichterbeck ist mehrere Monate durch die Dominikanische Republik und das erdbebenversehrte Haiti gereist. In Sosúa traf er einen Aussteiger, der die Menschheit mit seinen Raumschiffen retten will, in den dominikanischen Zentralkordilleren den Hexenjäger Bernardo Távarez und in Port-au-Prince zwei Bildhauer, die aus Schrott und Menschenschädeln Weltkunst montieren. Er war auf seiner Reise ganz unten: bei den Minenarbeitern, die den Halbedelstein Larimar schürfen. Und er war ganz oben: auf der Citadelle La Ferrière, dem "Machu Picchu Haitis".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2013

Eine Menge Klischees hat der Autor in seinen Reisebeobachtungen aus Haiti und der Dominikanischen Republik festgehalten. Janek Schmidt verzeiht ihm das, ahnend, dass es nun einmal so ist, wie es ist. Touristen in der "Dom Rep" tragen nun mal Arschgeweih und Dosenbier. Pessimismus vermitteln Philipp Lichterbecks Beobachtungen dem Rezensenten aber vor allem in Sachen Aufbauhilfe. Lichterbeck lässt NGO-Kritiker zu Wort kommen und konstatiert kopfloses Hilfsmanagement. Darüber hinaus gewähren die 21 kurzen Geschichten Schmidt Einblicke ins Drogenmilieu, in den Sextourismus und die Arbeit der Prostituierten sowie die Unterschiede zwischen Dominikanern und Haitianern (die einen lieben Baseball, die anderen Fußball). So bahnbrechend erkenntnisbringend klingt das alles nicht, doch der Rezensent scheint's zu mögen.

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