Deutsch von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. Zweisprachig französisch-deutsch. Buchgestaltung und Typographie von Friedrich Pfäfflin (Marbach). Die Dichter Philippe Jaccottet und Andre du Bouchet verband eine enge, viele Jahre währende Freundschaft und eine große wechselseitige Sympathie für das Werk des anderen: "Wir haben die gleichen Gründe" war das Wort, das du Bouchet bei der ersten Begegnung zu Jaccottet sagte. Am 19. April 2001 ist Andre du Bouchet gestorben, am 21. April 2001 wurde er in Truinas zu Grabe getragen in dem kleinen Ort der Drome Provencale, in dem er seit langem lebte. Jener Apriltag wird für Philippe Jaccottet zum Ausgangspunkt für eine zutiefst persönliche Reflexion über die Poesie und die Wirklichkeit, über den Tod und das Leben und auch über jene Dichter, für die Jaccottet und du Bouchet eine gemeinsame Bewunderung hegten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.11.2006
Eindringlich wie alle Werke dieses Dichters, Essayisten und Prosaautors findet Rezensent Milo Rau diesen kurzen, zweisprachig erschienenen Text. Rau zufolge erzählt das Buch von Verlust und Tod, von der Absurdität des Risses, den der Autor zwischen Fantasie, Vernunft und ihrer Vernichtung durch den Tod wahrnimmt. Es gehe aber, schreibt der beeindruckte Rezensent, auch um die Unfähigkeit der Sprache angesichts von Trauer und Tod, um das Phänomen des "Verlöschenlassens von Vorgedachtem", das den Zugang dazu erst ermögliche. Ausgang des Buches sei der Tod eines Freundes und die Unfähigkeit, an dessen Grab etwas zu sagen. Anschließend an die Beschreibung der Beerdigung folgen etwas 60 Seiten mit Reflexionen, die der Rezensent als Versuch Philippe Jaccottets deutet, die "Berechtigung der Sprache angesichts des Todes" zu behaupten.
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