Aus dem Italienischen von Sigrid Vagt. Wo kommen wir her? Was können wir wissen? Seit ihren umwälzenden Entdeckungen im zwanzigsten Jahrhundert spüren Physiker den Kräften und Teilchen nach, die die Welt im Innersten und Äußersten zusammenhalten. Auf hundert schmale Seiten erklärt Rovelli die Physik der Moderne: Einstein und die Relativitätstheorie, Max Planck und die Quantenmechanik, die Entstehung des Universums, Schwarze Löcher, die Elementarteilchen, die Beschaffenheit von Raum und Zeit - und die Loop-Theorie, sein ureigenstes Arbeitsfeld.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2015
Dieses Buch hält mehr als es verspricht, schwärmt Rezensent Fritz Göttler nach der Lektüre von Carlo Rovellis "Sieben kurzen Lektionen über Physik". Euphorie und Schönheit erkennt der Kritiker in dem kleinen Band, in dem der Physiker Rovelli über Galaxien und das menschliche Gehirn, Quanten- und Astrophysik, Geschichte oder Philosophie derart spielerisch schreibt, dass Göttler an James Joyce denken muss. Wenn der Kritiker schließlich Einsteins Relativitätsphilosophie in all ihrer Schönheit begriffen hat, stellt sich bei ihm ein wohliges Glücksgefühl ein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2015
Rezensent Ulf von Rauchhaupt betont die Janusköpfigkeit eines derart knappen Buches über ausschweifende Fragen der Physik. Carlo Rovelli verdient für ihn einerseits Respekt für den Versuch, in sieben Lektionen Gravitation, Quanten, Kosmologie und Teilchen unter Berücksichtigung entscheidender Aspekte des gegenwärtigen physikalischen Weltbilds zu erläutern. Andererseits birgt die subjektiv begründete Konzentration und Kompression des Stoffes klare Risiken, wie Rauchhaupt vermeldet. So trifft der Rezensent auf Unwahrheiten, und er mahnt die Leserin zur Vorsicht, etwa wenn der Autor sich über Heidegger und dessen Betrachten der Zeitlichkeit als fundamentale Eigenschaft der Welt aufregt. Als empirischer Naturforscher, findet er, taugt der Autor mitnichten.
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