Aus dem Italienischen von Susanne Hurni. In der vorliegenden Sammlung mit seinen historischen und volkskundlichen Texten setzt sich setzt sich Plinio Martini mit dem Tessin seiner Vorfahren auseinander. Er schildert das elende Leben, das die armen Bauern des Maggiatales in die Emigration nach Australien getrieben hat, und er polemisiert vor allem gegen das Bild eines pittoresken und folkloristischen Tessins.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.05.2000
Zum zwanzigsten Todestag des Tessiner Autors ist kürzlich dieser Band, "eine Sammlung von Geschichten und Geschichtlichem" erschienen, schreibt "bär" in seiner Kurzrezension. Um den Tessin, die Härte des Lebens in alten Zeiten geht es hier, und der Rezensent freut sich über genaue Beschreibungen und historische Kenntnis der Verhältnisse einer armen Bergbauernschaft und ihres Zwangs zur Auswanderung. Entnervt ist er jedoch über moralische Winke mit dem Zaunpfahl á la "das Weihnachtsfest eines Bankiers könne unzählige kleine Chinesen satt machen"; darüber verliert man, schreibt er, "bisweilen das Interesse an den spannenden Informationen".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…