Mit 33 Abbildungen. Für die Aufklärer waren die Alpen Sinnbild republikanischer Freiheit. In der
Romantik änderte sich der Wertekanon. Nun betonte man im alpinen Kontext
vermehrt die Ergebenheit und Treue der einheimischen Bevölkerung gegenüber
den tradierten Herrschaften. Eine neuartige Verbindung von Alpen und Monarchie
entstand. Die Alpen nahmen majestätische Züge an.
Das Buch arbeitet erstmals aus einer transnationalen Perspektive für den gesamten
Alpenraum auf, wie sich das Alpenbild im Verlauf des 19. Jahrhunderts
wandelte - von der philhelvetischen Alpenbegeisterung der Aufklärung hin zum
majestätischen Alpenbild der Belle Époque. Beispiele aus der Schweiz sowie
aus Österreich, Italien und Frankreich belegen die unterschiedlichen Motive für
die königlichen Reisen in die Alpen sowie die Folgen für den Tourismus und die
alpine Architektur.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.07.2018
Rezensent Urs Hafner lernt bei dem Autorentrio Jon Mathieu, Eva Bachmann und Ursula Butz, dass die Berge nicht einfach Berge sind, sondern Ausdruck und Zweck menschlicher Geschichte und gar Politik. Den Essay der drei HistorikerInnen findet er anregend in seiner Nachzeichnung der Bedeutungsaufladung von Wäldern, Bergen und Seen durch die Monarchien. Schön gestaltet findet er den Band über die "Monarchisierung der Alpen" durch Queen Victoria, Vittorio Emanuele II., Kaiser Franz Joseph und weiter durch den Luxustourismus auch.
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