Rahul Jandial

Warum wir träumen

Was uns das Gehirn im Schlaf über unser Leben offenbart
Cover: Warum wir träumen
Rowohlt Verlag, Hamburg 2024
ISBN 9783498003791
Gebunden, 304 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl. Träume sind für die meisten von uns nach wie vor ein großes Mysterium. Viele meinen, sie träumen gar nicht, andere können sich nur selten erinnern, wieder andere werden von unerklärlichen Albträumen geplagt, während einige Menschen gar in der Lage sind, ihre Träume zu steuern. Warum träumen wir? Wie träumen wir? Was träumen wir? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Gehirnchirurg und Neurowissenschaftler Rahul Jandial. In seinem Buch erklärt er unter anderem, dass unser Gehirn, während wir träumen, mindestens so aktiv ist wie während wir wach sind; dass unsere Träume Vorboten von Krankheiten sein können; dass wir alle lernen können, uns an die eigenen Träume zu erinnern und diese auch aktiv zu erleben; dass man wiederkehrende Albträume umschreiben kann, sodass sie weniger beängstigend sind, und dass Wissenschaftler:innen auf Basis unserer Träume ein psychologisches Profil von uns erstellen können.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 19.06.2024

Mit "Warum wir träumen" hat Rahul Jandial ein kenntnisreiches Sachbuch über die Welt der Träume geschrieben, urteilt Rezensent Michael Lange. Darin betont der Neurowissenschaftler und Gehirnchirurg die kreative Kraft des Träumens: Im Schlaf werden, so resümiert der Rezensent, Inhalte neu verknüpft und neue Kombinationen zwischen ihnen geschaffen - so lernen wir, mit neuen Situationen umzugehen. Der Autor berichtet von seinen Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis und fasst, so Lange, Studien verschiedener Fachrichtungen in verständlicher Sprache zusammen; teils wagt er sich, basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen, an die Deutung von Albträumen oder den Typus des erotischen Traums. Besonders spannend sind dem Rezensenten zufolge seine Überlegungen zur Zukunft des Träumens: Werden Träume künftig manipulierbar sein und, wenn ja, wie? Kann etwa auch Werbung unser träumendes Gehirn beeinflussen? Das von Elisabeth Liebl bei Rowohlt übersetzte Buch kann Lange nicht zuletzt aufgrund dieser Verknüpfung von Traumdeutung und Neurowissenschaft empfehlen.

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