Raimund Schulz, Uwe Walter

Griechische Geschichte ca. 800-322 v. Chr.

Band 1: Darstellung
Cover: Griechische Geschichte ca. 800-322 v. Chr.
De Gruyter Oldenbourg Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783486588316
Kartoniert, 278 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Die Neufassung im bewährten Format beleuchtet die Griechische Geschichte vor dem Hellenismus (8. Jh. - 320 v.Chr) in neuartiger Weise: als Teil eines weiträumigen und verflochtenen Geschehens im Mittelmeerraum und am Rand von Großreichen; dabei spielen Mobilität, Migration und Krieg eine zentrale Rolle. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Lust der Griechen an der Politik sowie ihre Kreativität auf diesem Feld. Dabei genießen regionale und lokale Eigenheiten besondere Aufmerksamkeit. Als Alleinstellungsmerkmal bietet der Band einen umfangreichen, mit der gegliederten Bibliographie eng verzahnten Forschungsüberblick. Dieser stellt die Geschichte der Hellenen als Problem vor und orientiert Studierende, aber auch Fachleute benachbarter Disziplinen gründlich und mit weitem Blick über die Kategorien, Konsense und Kontroversen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2022

Mit großem Gewinn liest der hier rezensierende Historiker und Altphilologe Hartmut Leppin Raimund Schulz' und Uwe Walters Geschichte Griechenlands in zwei Bänden. Mehrere Aspekte fallen ihm sehr positiv auf: Zunächst der Mut der Autoren, die viel erzählte Geschichte Griechenlands einmal anders zu erzählen, nämlich nicht auf das Narrativ Athen versus Sparta beschränkt, sondern polyphoner, mit Blick auch auf Kreta Delphi oder Syrakus, so Leppin. Auch bewundert er den Anspruch der Autoren, ganz auf eine "intellektuelle Durchdringung" zu setzen und nicht auf eine schmackhafte Anekdotenverdichtung. Trotzdem seien die beiden in der bewährten Reihe des "Oldenbourg Grundriss der Geschichte" erschienenen Bände nicht nur etwas für Experten: Durch die für die Reihe untypische Auslagerung des Darstellungsteils in den separaten zweiten Band ergebe sich ein weniger fachspezifisches Buch, das auch für eine genereller am Thema interessierte Leserschaft gut geeignet sei, lobt der Kritiker. Eine sehr lesenswerte Abhandlung, die trotz der Co-Autorschaft zweier Historiker mit unterschiedlichem Profil "wie aus einem Guss" wirkt, so Leppin.
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