Exklusiv als E-Book: "Go Ebola Go" singen die Mitarbeiter einer liberianischen NGO auf dem Weg in die Dörfer außerhalb von Monrovia. Sie fahren dorthin, wo sonst niemand hinfährt, und leisten Aufklärungsarbeit. Rainer Merkel hat sie begleitet. Acht Tage verbringt er im November 2014 in Liberia. Er kehrt zurück in das Land, in dem er vor fünf Jahren das einzige psychiatrische Krankenhaus geleitet hat und in dem sein Roman "Bo" spielt. Rainer Merkel erzählt in "Go Ebola Go" von den Vorbereitungen auf die Reise, von der Woche dort und der Rückkehr nach Berlin: Wie wird den Kranken geholfen? Was erzählen die Überlebenden? Wie gehen die Liberianer selbst mit der Bedrohung um? Wie lebt man mit der Angst? Das Buch ist eine literarische Reportage, die von einem Land im humanitären Ausnahmezustand berichtet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2014
Sandra Kegel ist dem Autor dankbar, bei ihm über richtige Helden zu lesen. Rainer Merkels Bericht aus Liberia, über Ebola und das Leben und Sterben mit der Seuche, über Epidemiologen, Krankenschwestern und Mediziner, die täglich ihr Leben riskieren, hat sie mitgerissen und erschüttert. Dass der Autor diese Reise überhaupt unternommen hat, zurück in das Land, in dem er 2008-2009 eine psychiatrische Klinik geleitet hat, erscheint Kegel unglaublich. Den Grund für die Reise - zu verstehen, was vor sich geht, Zahlen und Fakten zu liefern und den Menschen dort eine Stimme zu geben - findet sie im Buch eingelöst. Das schnelle digitale Format scheint ihr dafür übrigens wie geschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2014
Rainer Merkels Buch "Go Ebola Go" ist Aufklärung im emphatischen Sinne, findet Christoph Schröder. Der Schriftsteller beschreibt darin seine Reise nach Liberia, das derzeit als Ebola-Land durch die Medien geistert und als wahr gewordenes Herz der Finsternis inszeniert wird, eine Tendenz, der sich Merkel entschieden verweigert, erklärt der Rezensent - man könnte den Reisebericht sogar als entschiedene Gegenposition verstehen, als Versuch, der medialen Schreckgestalt eine Wirklichkeit gegenüberzustellen, die dennoch nicht beschönigt wird, lobt Schröder.
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