Mit einem Vorwort von Joseph Deiss und zahlreichen Fotos. Weltweit, so schätzen die Vereinten Nationen, sind 300.000 Kindersoldaten - Jungen und Mädchen - im Einsatz, manche gerade erst sieben Jahre alt. Sie werden zu diesem Dienst gezwungen, verbringen ihre Jugendzeit in meist marodierenden Banden. Mit einigen jugendlichen Kriegsveteranen hat die Schweizer Filmemacherin Alice Schmid den preisgekrönten Film "I killed people" im westafrikanischen Liberia gedreht. Die Gespräche und Interviews stehen im Mittelpunkt dieser Dokumentation, ergänzt mit Hintergrundinformationen über Liberia, den weltweiten Einsatz von Kindersoldaten und die internationalen Bemühungen, den Einsatz Jugendlicher in bewaffneten Konflikten zu verhindern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.11.2001
Ursprünglich sollte aus dem Material über Kindersoldaten unterschiedlichster Altersgruppen und aus den verschiedensten Ländern lediglich ein Film entstehen, die Filmemacherin und ihre Schwester, die das Material zusammengetragen hat, hat das Thema jedoch nicht mehr losgelassen, und so ist im Anschluss an den Film das Buch "I killed people" entstanden, berichtet Gaby Mayr. Die Beispiele, die sie in ihrer Besprechung wählt, machen dies leicht nachvollziehbar. Daneben berichtet Mayr auch über die historischen Erläuterungen der Autorinnen zu diesem Thema, die belegen, dass in allen historischen Epochen auch in Europa Kinder als Soldaten an den verschiedenen Fronten kämpften. Die Rezensentin hebt weiterhin die Information der Schwestern über eine Koalition verschiedener Menschenrechtsorganisationen hervor, die Kriegsdienst von Menschen unter 18 Jahren verbieten will, eine Forderung übrigens, die von der Bundesregierung nicht unterstützt wird, wie Mayr betont. Sie weist aber auch darauf hin, dass zumindest die Ministerinnen für Justiz und Entwicklungszusammenarbeit "fest entschlossen" seien, die Forderungen der Menschenrechtsorganisationen zu unterstützen.
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