Lothar Mikos (Hg.), Rainer Winter

Die Fabrikation des Populären

Der John Fiske-Reader
Cover: Die Fabrikation des Populären
Transcript Verlag, Bielefeld 2001
ISBN 9783933127655
Broschiert, 374 Seiten, 25,80 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Hartl. Bereits seit Jahrzehnten finden John Fiskes Beiträge zur Medientheorie und zur Analyse der Populärkultur der Gegenwart weltweit viel Beachtung. Ihre prominente Bedeutung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Fiske in ihnen eine Synthese der heterogenen und vielschichtigen Beiträge der Cultural Studies vornimmt und damit einen zentralen Beitrag zur Abgrenzung und Profilierung der jungen wissenschaftlichen Disziplin leistet. Wie die Beiträge dieses Bandes dokumentieren, gilt sein spezielles Interesse den kreativen und mitunter widerspenstigen Praktiken sozialer Akteure, mittels derer sie sich die Produkte der Kulturindustrie alltagspraktisch aneignen. Der Reader bündelt Fiskes wichtigste Arbeiten zur Fernseh- und Populärkultur in den USA.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2002

John Fiske ist ein Protagonist der britischen "cultural studies"-Bewegung, der für Martin Klaus aus der kritischen Medientheorie und -analyse nicht mehr wegzudenken ist. Fernsehen und Video werden dabei selbstredend nicht verteufelt, sondern auf den alltäglichen Lebenszusammenhang der Rezipienten hin untersucht und als eine Art "semiotischer Demokratie" interpretiert. In Deutschland, schreibt Klaus, verdankt sich die Fiske-Rezeption einem Sonderheft der Zeitschrift "Montage/av", sein Hauptwerk "Reading the popular" sei letztes Jahr in Österreich veröffentlicht worden, und der kleine Bielefelder transcript-verlag liefere nun verstreute und bislang nicht übersetzte Aufsätze nach. Fiske interpretiere Kultur als Machtkampf zwischen verschiedenen sozialen Gruppen: Klasse, Rasse, Geschlecht, erläutert der Rezensent. Je nach Gruppenzugehörigkeit entwickle das Publikum seine eigene Lesart des Films, des Buchs oder des Videos und sage somit etwas über gesellschaftliche Entwicklungen und Spannungen aus. Besonders einen Aufsatz hebt Klaus hervor: "Die britischen Cultural Studies und das Fernsehen", mit dem der Autor ein exzellente Einführung in sein Thema und die theoretischen Einflüsse auf seine Medientheorie liefere.

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