Der "Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation" gehörte einmal zu den größten Unternehmen Deutschlands. Groß ist auch seine fotografische Überlieferung mit insgesamt rund 125.000 Aufnahmen. Die ältesten stammen bereits aus den 1860er-Jahren. Heute befindet sich die Sammlung in Essen im Historischen Archiv Krupp. Sie wird nun erstmals systematisch vorgestellt, wobei die Auswahl von 263 Motiven den Zeitraum bis 1926 umfasst, als die Firma ihre Selbstständigkeit verlor. Der größte Teil der abgedruckten Abbildungen ist bislang unbekannt.
Die Fotografien berichten von allen Facetten des Bochumer Vereins und nicht zuletzt von den Menschen, die für ihn arbeiteten. Mit diesen Aufnahmen und jenen, die außerhalb der Werkstore entstanden, wird Vergangenheit wieder lebendig. Darüber hinaus beleuchtet der Band die Geschichte der Industriefotografie: Welche Themen interessierten die Fotografen? Welche ästhetischen Mittel setzten sie ein?
Mit seinen Fotografien schuf der Bochumer Verein eine spannende Erzählung, die den Arbeiter ebenso ansprach wie den Direktor, die allgemeine Öffentlichkeit ebenso wie die Fachleute - und die Zeitgenossen ebenso wie die heute Lebenden. Davon zeugt dieser Band.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2018
Rezensent Johann Schloemann bewundert den Kult um den Stahl, der bei diesem Bildband über die einst bedeutendste Stahlfirma "Bochumer Verein" zur Geltung kommt. Die von Historiker und Archivleiter Ralf Stremmel aus einem der größten Bildarchive für Industriefotografie des ehemaligen Konkurrenzunternehmens Krupp getroffene Bildauswahl ist laut Schloemann deshalb so interessant, weil sie nicht nur technische Bilder und schwere Arbeit dokumentiert, sondern auch Einblick gibt in eine Kultur des Feierns und des Rausches um dieses grobe, massenhaft produzierte Material.
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