Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2001
Mit seinen elf neuen in dem Band "Grenzgängerbeatz" versammelten Texten versucht Paul Zelik, zwar in Bayern geboren, aber in "radikalen Berliner Gruppierungen" aktiv, eine "Prosa der Verhältnisse" zu schreiben, behauptet Rezensent Alexander Kosenina. Was hat man darunter zu verstehen? Der Autor beabsichtige, mit seinen Geschichten einen differenzierten Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse zu werfen, so zum Beispiel, wenn er die Suche einer türkischen Familie nach ihrer flüchtigen, weil zwangsverheirateten Tochter schildert und ihre eigentliche Motivation in der Liebe, nicht in der Blutrache ausmacht, erläutert der Rezensent. Bedauerlicherweise habe das Buch im Vergleich zu vorangegangenen Werken an Niveau verloren, die Botschaft wirke bemüht und auch Neologismen wie "Schmetterlings-ich-zeig-dir-was-ein-cooler-Typ-ist-Teil" (Klappmesser) seien nicht eines jeden Lektors Sache. Besonders dann, wenn dieser keinen Humor habe. Zelik will mit seinen Geschichten aus der Großstadt die Provinz politisch und kulturell aufklären - leider kennt die Realität "bessere Pointen", meint der enttäuschte Kritiker.
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