Die Menschheit ist ungeheuer erfolgreich. Keine Spezies hat den Planeten so geprägt wie sie. Doch das Anthropozän hat einen hohen Preis. Längst stöhnt die Erde unter der Last von fast acht Milliarden Menschen und den Folgen ihres Handelns: Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben und neue Infektionskrankheiten bedrohen unser aller Leben und das zukünftiger Generationen. Höchste Zeit also, unsere Erfolgsgeschichte anders weiterzuerzählen. Unsere Welt ist in doppeltem Sinne überbevölkert, analysiert der Demografie-Experte Reiner Klingholz. In den reichen Ländern verbrauchen wir zu viele Rohstoffe, in den armen Teilen der Welt leben zu viele Menschen im Elend. Doch Klingholz bleibt nicht bei der Analyse stehen: Er entwickelt Szenarien und stellt konkrete Maßnahmen vor, wie wir dieser doppelten Überbevölkerung erfolgreich begegnen können.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.07.2021
Rezensentin Friederike Bauer empfiehlt das Buch des Bevölkerungsforschers und Journalisten Reiner Klingholz. Weil der Autor Themen wie Hunger, Konsum, Überbevölkerung, Erderwärmung und Energiemangel schlau miteinander in Verbindung bringt, logische, nicht moralisierende Schlüsse zieht, Sachverhalte klarstellt und Verbesserungsvorschläge liefert, fühlt sich Bauer zum Nachdenken angeregt und aufgerüttelt. Das Verhältnis von Wohlstand und Demografie etwa setzt ihr der Autor einleuchtend auseinander, faktenreich und schlüssig. Einige Längen im Buch kann sie verkraften.
Rezensent Ralph Gerstenberg erfährt von Reiner Klingholz, wie das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern und unser Wirtschaftswachstum zusammenhängen. Und auch, was geschieht, wenn die ärmeren Länder erst unseren Lebensstandard erreichen. Dass der Autor keine rasche Lösung in Aussicht stellt, sondern drei Zukunftsszenarien entwirft, die auch nationale Abschottung beinhalten, scheint Gerstenberg der Sache angemessen und leider durchaus realistisch. Für den Rezensenten ein insgesamt sympathisch unideologischer und sachlicher Blick auf das Thema Überbevölkerung.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…