Mit Texten von Vicki Goldberg, Claus Leggewie und Christoph Menke sowie einem Interview mit dem Fotografen. Englische Originalausgabe. Dies ist Reiner Leists aufwendigstes Langzeitprojekt, an dem er nahezu sieben Jahre gearbeitet hat. 1994 kam er in die USA und wollte seine Erwartungen als Europäer mit den vielen Klischees von Freiheitsstatue und Cowboys, von Baseball und Hollywood systematisch mit der Realität, wie er sie erlebte, konfrontieren. So bereiste er flächendeckend die Vereinigten Staaten, von Rochester bis Key West, von Seattle bis Los Angeles, und besuchte an die 100 Menschen, deren Stellungnahme zu sich selbst, ihrem Leben und Land er sorgfältig protokollierte. In der Summe entstand ein Bild Amerikas im Spiegel seiner Menschen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2001
So lakonisch der Titel, so besonders ist, was sich dahinter verbirgt, findet der Rezensent. Die Parallelisierung von historischem Bild und neuem Porträt in diesem Band hat Wolfgang Jean Stock Lust gemacht - Lust auf Entdeckungen. Zu fragen, "was hat sich verändert, welche Geschichten kann man herauslesen?" Zumal der Autor den so angestoßenen Dialog auf einer Textebene mit "autorisierten Gesprächsprotokollen" fortsetzt. Für Stock kommt da sowohl die "spannende Vielfarbigkeit der US-Gesellschaft" (vom Indianer bis zum Farmer) zum Vorschein als auch ein bewegendes Stück deutsch-amerikanischer Geschichte - in den Bildpaaren und Erzählungen jüdischer Flüchtlinge aus Europa.
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