Eine, wenn nicht die Konstante in Reinhold Messners Leben ist der Gegenwind: ob als schwere Stürme auf dem Weg zum Südpol mit Arved Fuchs oder mit seinem Bruder Hubert über das Grönland-Eis, ob allein beim Zeltaufbau oder in den steilsten Wänden. Vor allem zurück in der Zivilisation, wo seine Taten von jeher Widerspruch provozieren. Schon als junger Bergsteiger wurde er diskreditiert; immer wieder erlebte er Anfeindungen - als meinungsstarker Individualist, Autor und Museumsmacher. Mit der Erfahrung aus acht Jahrzehnten reflektiert Messner Freundschaften und Intrigen, alpinistische wie private Höhepunkte und Rückschläge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.09.2024
Rezensent Stephan Klemm bedauert, dass Reinhold Messner nicht zur Selbstironie fähig ist, auch mit 80 nicht. Sein neues Buch ist eine Anklageschrift, ein unermüdlicher Versuch der Richtigstellung seiner Kritiker, erklärt Klemm, dabei könnte Messner doch auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Akribisch und für den Leser anstrengend legt der Autor stattdessen dar, wann und wieso er sich ungerecht behandelt fühlte. Vor allem die Geschichte um den Tod des Bruders am Nanga Parbat treibt ihn noch immer um, so Klemm. Lesbarer ist das Buch, wenn Messner über den Alpinismus spricht und seine Heimat, stellt Klemm erleichtert fest.
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