Mit einem Geleitwort von Reinhold Messner. Werner Bätzing beschäftigt sich seit über dreißig Jahren mit dem Alpenraum, und er gilt heute als bedeutender Alpenforscher. Dieser Band enthält eine Auswahl von Aufsätzen, die er in den Jahren 1978 bis 2008 verfasst hat. Es sind Texte, die sich an ein breites Publikum wenden und zugleich die große Breite seiner Alpenforschungen sichtbar machen. Die Themen reichen von Darstellungen der Entsiedlung und Wildnisentwicklung in piemontesischen Alpentälern und den Folgen des Massentourismus in Gastein über Analysen der Berglandwirtschaft, der Alpenstädte, der Alpenkultur und des alpinen Umweltschutzes bis hin zu Gesamtdarstellungen der Alpenentwicklung im Kontext der Globalisierung. Alle Texte kreisen um die Frage, wie unter den heutigen Rahmenbedingungen ein lebenswertes Leben in den Alpen möglich ist, das seine eigenen Grundlagen nicht zerstört. Damit weisen sie auch weit über diesen Gebirgsraum hinaus.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.11.2009
Uwe Justus Wenzel begrüßt diesen von Evelyn Hanzig-Bätzing herausgegebenen Band, der Studien Werner Bätzings über die Alpen versammelt. Er schätzt den auch in Theologie und Philosophie bewanderten Kulturgeografen als einen der besten Kenner der Alpen und dessen Werk über dieses Gebirge als Standardwerk. Der jetzt anlässlich seines sechzigsten Geburtstages vorgelegte Band "Orte guten Lebens" enthält Aufsätze von Bätzing aus den vergangenen drei Jahrzehnten, die laut Wenzel immer wieder die Beziehung von Natur und Kultur sowie das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie thematisieren. Besonders spannend scheint ihm der letzte Text, in dem der Autor Prognosen für die kommenden zwanzig Jahre wagt, nach denen Degradierung und Funktionalisierung der Alpen ihren Höhepunkt erreichen werden.
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