Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2001
Nils Havemann sagt uns, wie dieses Buch zu lesen sei: "als eine phantasievoll geschriebene Biographie, in der sich die Autorin zwischen Wahrheit und Dichtung verirrt hat". Um zu diesem wichtigen Hinweis zu gelangen, müssen wir uns allerdings zunächst mit den Verhältnissen vertraut machen lassen. Havemann bringt zu diesem Zweck eine "knappe Darstellung" des Lebens der Herzogin d`Olbreuse, und wir erkennen in der Tat, Stoff für ein Sittengemälde des höfischen Lebens im 17. Jahrhundert bietet dieses Leben allemal. An dieser Stelle in der Besprechung vergibt der Rezensent sein spärliches Lob für das Buch: Der Autorin gelinge es, in zahlreichen Passagen eine Vorstellung von den Verhältnissen in den damaligen Adelshäusern zu vermitteln, schreibt er - und kommt alsdann zur Explikation des so bedeutsamen Hinweises. "Fehlende Distanz" wirft Havemann der Autorin vor, eine Parteilichkeit, die sich die Quellen zurechtbiegt, bis sie passen. Wie schlimm es außerdem um den Stil der Arbeit steht, läßt sich anhand des hier vom Rezensenten angeführten Vergleichs ganz gut ermessen - er denkt an Rosamunde Pilcher.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…