Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.12.2000
Das Salz in diesem Buch (wenn man so sagen kann) ist der Essay am Schluss. Das jedenfalls findet Jens Soentgen. Die Frage, wie es zu Gruppenbildungen unter Intellektuellen kommt und was diese beisammenhält, haben sie sich einmal gefunden, sieht er zwar durchaus vielfältig und unterhaltsam angegangen, abgesehen davon, dass er den Bogen zum Salonleben des 19. Jahrhunderts vermisst aber, hätte ihm der Sammelband ohne den besagten - sozialphilosophischen - Beitrag zweifellos weniger zugesagt. Erst dieser, so Soentgen, deute die Beispiele im Rahmen eines theoretischen Konzepts und verleihe ihnen nicht nur eine einheitliche Prägung, sondern mache sie auch für eine außerakademische Beschäftigung interessant.
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