Veranlasst durch einen konkreten Streitfall um Windkraftanlagen im Schwarzwald, ist eine exemplarische qualitative Landschaftsbildanalyse aus künstlerisch-wissenschaftlicher Sicht entstanden, der sich die ästhetische Qualität von Windkraftanlagen aus der Konkretion ihrer landschaftlich eingebetteten Erscheinung erschließt. Die Untersuchung ist ein Beitrag zum Kulturwissenschaftlichen Verständnis von Landschaft und setzt sich kritisch mit gängigen verwaltungstechnischen Verfahren der Landschaftsbildbewertung auseinander.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2007
Hans Dieter Fronz bespricht zwei Bücher über Landschaftsästhetik. Richard Schindlers Band über Landschaftsfragen am Beispiel zweier Windradanlagen im Schwarzwald ist die erweiterte Fassung einer Untersuchung für das Energieunternehmen Regiowind, die die Vereinbarkeit von Landschaft und Windkrafttechnologie nachweisen soll, erklärt der Rezensent. Er hat das unangenehme Gefühl, der Autor versuche mit seinem Buch die Windkraftanlage "schönzureden", die auf erhebliche Widerstände in der Bevölkerung traf. Und auch der Argumentengang Schindlers, der Windräder einerseits mit natürlichen Phänomenen wie Schneckenfühlern oder hohen Gewächsen gleichzusetzen, andererseits zu versuchen, sie als technisches "Kunstwerk" zu ästhetisieren, überzeugt Fronz keineswegs. Indem Schindler bei Landschaft stets von bearbeiteter Natur ausgeht, kann er den Windradpark als Landschaft verkaufen, das entspricht aber keineswegs der modernen Vorstellung von "unberührter Natur" als idealer Landschaft, so Fronz zweifelnd.
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