Robert Galbraith

Der Tote mit dem Silberzeichen

Ein Fall für Cormoran Strike
Cover: Der Tote mit dem Silberzeichen
Blanvalet Verlag, München 2025
ISBN 9783764509590
Gebunden, 1248 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz. Im Tresorraum eines Silberhändlers wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen verurteilten Einbrecher handelt. Doch Decima Mullins, die Privatdetektiv Comoran Strike um Hilfe bittet, ist überzeugt davon, dass es sich bei der Leiche um ihren Freund handelt, der unter mysteriösen Umständen verschwand. Je tiefer Strike und seine Geschäftspartnerin Robin Ellacott in den Fall eintauchen, desto undurchsichtiger wird er. Denn der Silberladen neben der Freemasons' Hall ist kein gewöhnliches Geschäft: Er hat sich auf Freimaurersilber spezialisiert. Und es werden noch weitere Männer vermisst, die auf das Profil der Leiche passen könnten. Neben dem komplizierten Fall steht Strike vor einem weiteren Dilemma. Robins Beziehung zu ihrem Freund Ryan scheint immer ernster zu werden. Doch Strikes Wunsch, ihr endlich seine Gefühle zu gestehen, ist größer denn je ...

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 21.11.2025

Rezensent Kolja Mensing liest den neuen Fall des Londoner Privatdetektivs Cormoran Strike und seiner Partnerin Robin Ellacott mit gemischten Gefühlen. Robert Galbraith alias Joanne K. Rowling hat mit der Reihe zweifellos das XXL-Format des Detektivromans erfunden und bespielt ihn gekonnt, findet Mensing, der die komplexe Handlung und ihre hingebungsvolle Ausführung und Dicken'sche Figurenzeichnung lobt. Doch Rowlings irritierende Haltung zur Transgenderdebatte scheint durch den Text hindurch und gibt ihm eine zusätzliche Schattierung, erklärt der Rezensent. Dass die Ermittlerin einmal Opfer einer Vergewaltigung wurde und das Trauma im neuen Band wieder aufbricht, gehört dazu. Mensing kann diesen Teil nicht trennen von Rowlings realen "zynischen" Posts zu Transfragen. Im Ganzen hält er das Buch für faszinierende "abgründige" Unterhaltungsgliteratur.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2025

Auf die Kriminalromane von J. K. Rowling alias Robert Galbraith wird stets mit einer "gewissen Anspannung" gewartet, erklärt Rezensentin Nadine A. Brügger - denn Rowling kann nicht nur perfekt konstruierte Spannungsbögen herstellen sondern einfach auch sehr gut schreiben. Außerdem stelle sich vorab immer die Frage: Worauf hat sie es wohl diesmal abgesehen? Als Galbraith nutzte Rowling ihre Kriminalromane nämlich auch immer wieder, um sich zu gesellschaftlichen und politischen Themen zu äußern, lesen wir. Dieser Roman scheint eher ein klassischer Whodunit zu sein. Brügger erzählt von einem erstochenen Mann in einem Tresor, die Identität des Toten scheint nicht feststellbar zu sein. Doch die Detektiven Strike und Ellacott geben natürlich nicht auf. Dass die Anziehung zwischen den beiden auch hier keine Erfüllung findet ist etwas fade, kritisiert Brügger, aber die Krimihandlung lobt sie als "packend" und so gut geschrieben, wie man das von Rowling kennt.

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