Mit Texten von Claude W. Sui, Ulrike Posche und Matthias Harder sowie einem Interview mit Robert Lebeck von Heinz-Norbert Jocks. In seinen farbigen Porträts und Genreszenen aus Deutschland und der Welt hat Robert Lebeck das Zeitgeschehen festgehalten. Er hatte unverschämtes Glück: Er durchlebte eine Zeit des Wohlstands im Westen Deutschlands, und der "Stern" schickte seinen Fotoreporter hinaus, an die politischen Brennpunkte, die spannenden, herrlichen und elenden Orte, zu den Menschen und Ereignissen. Lebeck fotografierte Zeiträume, Denkräume, Kulturräume. Er illustrierte die Vorstellung der Deutschen von den großen und kleinen Dingen draußen in der Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019
Rezensentin Verena Lueken entdeckt am Grund der Kurzgeschichten von Jamel Brinkley die Frage danach, was es heißt, ein Mann zu sein. Wie der Autor dieses Thema variiert, mal von kleinen Fluchten aus der Beziehung, mal von Missbrauch erzählt, immer vor dem Setting Brooklyns und der Bronx, immer einer "atmosphärischen Störung" auf der Spur, findet Lueken lesenswert. Die im englischen Original im Jahr 2018 erschienenen Texte geben laut Lueken auch Gelegenheit, die bei uns vernachlässigte Schönheit der Kurzgeschichte (wieder-) zu entdecken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.08.2004
Der Titel lügt nicht, bestätigt Daniel Kothenschulte: Robert Lebeck liebt sein Leben als Berufsfotograf der alten Schule und "würde ganz bestimmt nicht mit einem Fotokünstler tauschen wollen". Dennoch hat den Rezensenten bei der Lektüre und Betrachtung dieses Buches vor allem interessiert, wie denn diese beiden Spezies des Berufszweiges zueinander stehen und wie man ihre Arbeiten miteinander vergleichen kann. Lebeck zuckt da nur kurz mit den Schultern: Er sei "Journalist, kein Künstler" und eine Zeitung ist schließlich keine Galerie. Aber, wendet Kothenschulte ein: Natürlich stellt man sich auch in den Bildredaktionen gestalterische Fragen, und andersherum sei ja wohl gerade die neuere Fotokunst mit ihren Realismus-Revival im Journalismus verwurzelt. Natürlich, das zeige der Blick auf Lebecks Bilder, liebe der Journalismus die Pointe. Und Lebeck, nicht erpicht auf Nachruhm, konnte sie immer liefern.
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