Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach. Fred Pickle ist achtunddreißig, aber manchmal benimmt er sich, als wäre er neunzehn oder gar erst fünf. Früher war er eine Sportskanone, bis ein Unfall seiner Karriere ein jähes Ende bereitete. Nun lebt er auf der Schaffarm seines Onkels, mischt die Landbevölkerung auf und plant die Revolution. Fred hat zwei Leidenschaften: das alljährliche heilige Ritual, eine Eisbahn auf dem Grundstück seines Onkels anzulegen, und die Eishockeysaison, während deren er kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft verpasst. Als man munkelt, seine kanadische Mannschaft solle an die "feindlichen" USA verkauft werden, sieht Fred rot und mit ihm Badger, ein 81-jähriger Anarchist und Berufsrevoluzzer. Gemeinsam schmieden sie Pläne, diesen infamen Verrat zu rächen.
Spürbar genervt ist der Rezensent Gustav Mechlenburg von diesem Roman des kanadischen Autors Robert Sedlack. Zwar, räumt er ein, ist das alles recht flott und spannend erzählt und im Grunde habe das Buch auch das Herz am rechten Fleck. Der Held jedoch, nach einer Hirnverletzung geistig und körperlich behindert, sei in seiner "Forrest Gump"-Haftigkeit sehr schnell nicht mehr zu ertragen - zumal Sedlack auf periodisch auftretende "Rührseligkeitsattacken" offenkundig nicht verzichten wollte. Es geht dabei um Eishockey und Hütehunde, Prostituierte und Gutmenschen. Heraus kommt aber im wesentlichen doch nichts weiter als, so Mechlenburg, "Platzwartphilosophie".
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