Aus dem Italienischen von Ingeborg Walter. Roberto Zapperis neues Buch beschäftigt sich mit den vielfältigen Spuren, die Italien und insbesondere Rom im Leben Goethes hinterlassen haben. Es beleuchtet die frühen Prägungen durch das Italienische im Haushalt in Frankfurt, Goethes Teilhabe am römischen Volksleben in Rom sowie die Spuren römischer Erfahrungen im "Wilhelm Meister" und in der Kunstauffassung des Dichters. Mit kriminalistischem Spürsinn fügt Roberto Zapperi seine Erkenntnisse so zusammen, dass deutlich wird, was die Erfahrung italienischer Kultur für Goethe bedeutete.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2007
Gustav Seibt hat sich mit zwei Publikationen beschäftigt, die auf je eigene Weise ein Licht auf Goethes Aufenthalt in Rom werfen. Roberto Zapperi hat nun seinem originellen Buch "Das Inkognito", in dem er Goethes Lebensspuren in Rom nachspürt, ein weiteres Werk nachgeschickt, das in Goethes literarischen Arbeiten sowie im Tagebuch des Malers Tischbein nach weiteren Niederschlägen dieser Zeit forscht. Der italienische Historiker kann so zeigen, welche realen römischen Vorbilder Figuren wie Felix oder der alte Haffner im "Wilhelm Meister" hatten, so der Rezensent interessiert, der sein Vergnügen am unübersehbaren "Behagen" hatte, mit dem Zapperi auch das muntere Leben der Herzogin Anna Amalia in Rom schildert, das er in Goethes Werk gespiegelt sieht.
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