20 schwarz-weiß Abbildungen in einem seperaten Tafelteil. Johann Gottfried Herder, geboren 1744 im ostpreußischen Mohrungen und gestorben 1803 in Weimar, gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Weimarer Klassik. Mit Blick auf den 200. Todestag Herders im kommenden Jahr legt Michael Zaremba eine moderne Biografie vor, die erstmals auf die Gesamtausgabe von Herders Briefen zurückgreifen kann. Der Autor verfolgt die entscheidenden Stationen auf Herders Lebensweg, zeigt aber auch den Ehegatten und Privatmann, den Menschen mit einer schwachen körperlichen Konstitution und einem knorrigen Naturell.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2003
Die Aufmerksamkeit, die Johann Gottfried Herder in jüngster Zeit zuteil wurde, ist nach Auffassung von Alexander Kosenina einer grundsätzlich gewandelten Sicht auf die Aufklärung zu verdanken. Erst jetzt, verkündet der Rezensent, wisse man Herder mehr als Anthropologe denn als Philosoph zu würdigen. Das eingeschränkte Bild Herders sei jedoch auch auf editorische Versäumnisse zurückzuführen, da wichtige Texte in der alten großen Herder-Ausgabe fehlten. Zum zweihundertsten Todestag im Dezember wird diesem Mangel in neukommentierten und ergänzten Ausgaben des Deutschen Klassiker Verlags und des Hanser Verlags abgeholfen. Das ganze wird laut Kosenina abgerundet von Michael Zarembas äußerst lesenswerter Herder-Biografie. Zaremba habe eine klassische Biografie verfasst, die auf elegante Weise Herders rasanten Aufstieg aus einer eher durchschnittlichen Herkunft in die Sphären einer höheren und umfassenden Bildung und Gelehrtheit beschreibe und mit seiner intellektuellen Entwicklung verknüpfe. Eine gute Grundlage für eine kundige Lektüre des eigentlichen Werks, so Kosenina.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.11.2002
Diese Herder-Biografie - mehr als rechtzeitig erschienen zum Dezember 2003 anstehenden 200. Todestag des Autors - ist im Umfeld der neuen Herder-Ausgabe entstanden, die gerade unter der Schirmherrschaft der Stiftung Weimarer Klassik erarbeitet wird. Deren Ziele sind wissenschaftlicher Art, Zaremba aber zielt aufs größere, geistesgeschichtlich-theologisch interessierte Publikum. Herder wird vorgestellt als stets bemüht um die Vermittlung von Theologie und gesellschaftlicher Realität, als "Politosoph", der sich unbeirrbar die Durchsetzung der "Humanität" auf die Fahnen geschrieben hatte. Dieser Deutung widerspricht der Rezensent mit dem Kürzel "upj." nicht, er lobt das Buch darüber hinaus als "zügig, kenntnisreich und doch literarisch ansprechend" geschrieben.
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