Was der Glaube an Gott heute bedeutet:
Kein Himmel, keine Hölle, kein Gott! Nicht nur John Lennon erträumte eine friedliche Welt ohne Religion. Immer mehr Menschen scheint die Abkehr vom Glauben das Heilmittel gegen Kriege, Unrecht und Gewalt, gegen Fanatismus, Unmündigkeit und kirchliche Bevormundung.
Der Katholik und Weltreisende Rolf Bauerdick folgt den Wegen und Irrwegen des Christentums der Gegenwart nicht als distanzierter Beobachter. Er zeigt, was es heißt, wenn der Mensch die spirituelle Dimension seines Daseins verliert. In einer Zeit, in der die alten Gottesbilder verschwinden und der Mensch selbst zum Maß aller Dinge wird, wirbt Bauerdick für einen selbstbewussten Glauben, der Tradition und Freiheit versöhnt. Dieser Glaube lebt vom steten Wachhalten des Fragens und verlässt sich nicht auf ewig gültige Antworten. Rolf Bauerdicks Buch ist eine äußere und innere Reise auf den Spuren einer der zentralen Fragen des Menschseins.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.02.2017
Silke Niemeyer findet bei Rolf Bauerdick den Glauben wieder. Was der Theologe, Journalist und Weltreisende in einer Mischung aus Reportage, Zivilisationskritik, theologischem Essay und biografischem Bekenntnis vorlegt, ist für Niemeyer eine Abrechnung mit religiösem Fundamentalismus und die Klage über die Bedrohung der Menschlichkeit durch den Verlust des Gottesglaubens in einem. Dass der Autor gelehrsam, spannend und unterhaltsam über die Freiheit, an Gott zu glauben, in Gott fernen Zeiten schreibt und dabei metaphysische Höhen wie auch biblische Untiefen aufzeigt, gefällt der Rezensentin gut. Die Stärke des Autors besteht laut Niemeyer in seiner Hemmungslosigkeit und seinem erfrischenden Bekenntnis zu einem selbstbewussten Glauben.
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