Warum gibt es Fake News? Und warum verbreiten sie sich so erfolgreich? Weil der Mensch nicht so rational ist, wie er gerne denkt. Denn Fake News gibt es schon, solange es Nachrichten gibt. Neu ist nur ihr Ausmaß. Und das hat mit der Funktionslogik sozialer Netzwerke zu tun. Inhalte werden geteilt, weil man zu einer Gruppe gehören möchte, oder weil sie zu dem passen, was man ohnehin schon glaubt. Die Autoren des Bandes bieten eine umfassende Analyse der Erfolgsgeschichte von Fake News sowie Lösungsmöglichkeiten an, wie wir ihrem Einfluss wieder entkommen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2019
Der hier rezensierende Bremer Politologe Frieder Vogelmann hat diesen schmalen Band der Philosophen Romy Laster und David Lanius mit gemischten Gefühlen gelesen. Die Mechanismen und Gefahren hinter Fake News können ihm die Autoren durchaus überzeugend darlegen: Das Zusammenwirken von sozialen Medien und unseren psychologischen Konditionen, etwa mit Blick auf unsere Verarbeitung von Informationen, begünstigt die Verbreitung von Fake News, liest der Kritiker, der allerdings gern etwas über die Urheber von Fake News und deren politische Beweggründe erfahren hätte. Dass sich die Autoren allerdings mit kognitionspsychologischen Erklärungen für Fake News begnügen und gesellschaftstheoretische Reflexionen komplett aussparen, findet Vogelmann ärgerlich.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…