Lars Mrosko ist Fußballer mit Haut und Haaren. Als ihn eine Knöchelverletzung zwingt, die eigene Karriere an den Nagel zu hängen, will er um keinen Preis seine Leidenschaft aufgeben. Er wird Jugendtrainer bei TeBe Berlin, dann Talentscout für St. Pauli, Wolfsburg und schließlich sogar den FC Bayern. Er weiß, dass viel Geld im Spiel ist, wenn es um Talente für eine der besten Ligen der Welt geht. Aber das ist ihm egal, er ist glücklich über einen Trainingsanzug in Vereinsfarben, über Anerkennung durch seine Vorgesetzten. Lars Mrosko kommt aus einfachen Verhältnissen, aufgewachsen in Neukölln schlägt er sich mit Ladendiebstählen durch, bis seine Fußballkenntnisse ihn an die richtige Stelle katapultieren - ins Büro von Felix Magath, der Mroskos Leidenschaft erkennt und ihm glaubt, dass Edin Dzeko der richtige Stürmer für Wolfsburg sein könnte ...
Wie verhält sich ein Magath ohne Fernsehkamera? Was treibt einen Neuköllner Jungen zum Fußball? Und was unterscheidet Hochglanzfußball von den Idealen der Talentspürnase Lars Mrosko? Rainer Moritz erfährt dergleichen "gewohnt" klug und differenziert, stilistisch unprätentiös und kritisch gefasst vom Sportjournalisten Ronald Reng, kuriose Transfergeschichten inklusive. Dass sich der Autor für seine Insiderstory die Zeit um das Jahr 2000 ausgesucht hat, als der Fußball richtig abhob, scheint Moritz von Vorteil. Dass die bewegte Neuköllner Frühzeit des Talentscouts Mrosko im Band allzu detailreich wegkommt, kann Moritz verschmerzen.
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