Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Er erzählt von der intensiven Freundschaft zwischen zwei Frauen, deren privates Leben untrennbar mit der politischen Gegenwart ihrer Heimat verschmolzen ist...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2002
Großartig findet Uwe Stolzmann dieser Buch, das den israelischen Status quo aus der Perspektive zweier sehr unterschiedlicher, aber sehr eng miteinander befreundeten Frauen erzählt. Eine der beiden Protagonistinnen, die "Schwächere", erzählt aus der Ich-Perspektive die Geschichte ihrer Freundschaft, die sie gerade in einem Kraftakt zu beenden versucht. Dieses Kränkeln und Kämpfen ist nach Meinung des Rezensenten aber nur eine Metapher dafür, was gesamtgesellschaftlich nicht stimmt, und so kommentiert er: "Das Wohl und Wehe des Gemeinwesens lässt die Individuen erzittern; kränkelt der große Organismus, leiden auch seine empfindsameren Glieder." In diesem Zusammenhang werden auf jeden Fall "bittere, unbequeme Worte" gesprochen und herausgekommen ist dabei nach Stolzmanns Meinung ein "aufregendes, mitunter sperriges Buch".
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