Rudi Palla

Unter Bäumen

Reisen zu den größten Lebewesen
Cover: Unter Bäumen
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2006
ISBN 9783552053847
Gebunden, 294 Seiten, 25,90 EUR

Klappentext

Kennen Sie den Baum der weisen Voraussicht? Haben Sie schon einmal vom Kuhbaum getrunken? Wie liegt es sich unter dem Baum des Müßiggangs? Rudi Palla, Enzyklopädist des entlegenen Wissens, hat aus Botanik, Mythologie, Kulinarik und Sozialgeschichte Anregendes wie Kurioses über die vielfältigen Verbindungen zwischen Mensch und Baum zutage gefördert. Seine Wanderungen führen ins China Marco Polos, zu den Meuterern von der "Bounty" und ihren Brotfruchtbäumen auf Tahiti oder zu dem aus Lerchen gepflanzten Hakenkreuz in der Uckermark. Was all seine Routen verknüpft, sind immer Bäume, denen Palla eine Biografie gibt, spannend wie die eines Menschen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006

Ganz entzückt ist Julia Voss von diesem Buch über Bäume, das der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Rudi Palla vorlegt hat. Sie lobt den "wunderbar leichten" Erzählstil des Autors, der sich in 21 Kapiteln je einer Baumart widmet, und attestiert ihm, sich gekonnt zwischen den Genres Reisereportage, Kulturgeschichte und Essay zu bewegen. Dabei fördert er zur Freude der Rezensentin eine Menge Wissenswertes, Skurriles und Erstaunliches über Bäume zu Tage. Auch die zahlreiche Anekdoten über berühmte Baumfreunde und -hasser haben es ihr angetan. Insgesamt gelingt es dem Autor ihrer Ansicht nach, dem Leser Respekt für diese "größten und ältesten Lebewesen der Erde", ohne die die Menschheit nicht existieren könnte, zu vermitteln.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006

Cord Riechelmann hat Rudi Pallas Buch über Bäume lediglich vorzuwerfen, dass es irgendwann endet, ansonsten ist er restlos begeistert von den Baumporträts aus aller Welt. Weder esoterisch noch kumpelhaft nähert sich der Baumliebhaber den "größten Lebewesen", stellt der Rezensent zufrieden fest, dem auch das Problembewusstsein Pallas zusagt. Im Kapitel über die Rosskastanie beispielsweise widme sich der Autor und Filmemacher eingehend der Miniermotte, die Kastanienblätter zum vorzeitigen Welken bringt. Stets stellt der Autor seine kurzen Geschichten über bestimmte Bäume in ihren historischen Kontext und während er durchaus sehr präzise in seinen Ausführungen ist, so lässt er sich doch auch immer wieder gern auf "Abschweifungen" ein, schließt Riechelmann angetan.
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