Mit 15 farbigen Abbildungen. Wo steht der älteste Baum? Weshalb wird der Niim-Baum Apothekenbaum genannt? Weshalb gibt es so viele unterschiedliche Blattformen an ein und demselben Baum? Was sehen wir in Bäumen und wie lässt sich heutzutage über Natur sprechen? Ausgehend von solchen Fragen nähert Helmut Schreier sich den ältesten und Lebewesen der Erde. Er berichtet von einem Baum in Thule, der so alt ist, dass er seine einstige Landschaft überlebt hat. Von Walter Benjamin, der im Sommer 1932 auf Ibiza unter einem Baum für einen Moment die Symbiose von Baum und Sprache erfährt. Davon, wie der Häftling Jorge Semprun im KZ Buchenwald die Schönheit einer Buche erblickt, was fast zu seiner Erschießung führt. Aber er spricht auch darüber, wie Bäume für uns als Ware tot mehr wert sind als lebendig.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.07.2004
Ein Buch über Bäume, das sich nicht mit einer spezifischen Seite von Gehölzen, sondern mit vielen Aspekten befasst, ist selten, meint Hansjörg Küster, der deshalb von diesem Band, der Bäume unter naturwissenschaftlichen, ökonomischen, geisteswissenschaftlichen und mythologischen Gesichtspunkten unter die Lupe nimmt, sehr angetan ist. Der Autor hat sich mit "unterschiedlicher Literatur" zu Bäumen beschäftigt und zieht ganz verschiedene Experten heran, wenn er es unternimmt, den Lesern den Baum als komplexes Gebilde näher zu bringen, so der Rezensent fasziniert. Dabei "referiert und kommentiert" Schreier seine Funde "gelassen" und zieht schon allein dadurch die Leser in seinen "Bann", lobt der Rezensent. Ihm gefällt und imponiert der "ganzheitliche" Blick, den der Autor auf Bäume eröffnet. Dieses Buch macht "Lust" auf die Natur und verleitet zum Weiterlesen, schwärmt Küster, der den Autor für seine "hervorragende Anleitung" zur Auseinandersetzung mit diesem Gegenstand lobt.
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