Gewiefte Händler, wagemutige Entdecker, Eroberer und Seeräuber: Vom 9. bis 11. Jahrhundert versetzten die Wikinger ganz Europa in Angst und Schrecken. Aber woher kam dieser Erfolg, diese Überlegenheit, wo sich doch ihre Bewaffnung kaum von derjenigen der Franken, Engländer oder Iren unterschied? Was die skandinavischen Seeräuber ihren Gegnern überlegen machte, war das Wikingerschiff, schnittig und schnell, wichtigstes Verkehrsmittel und gefährlichste Waffe zugleich. Rudolf Simek zeigt, wie es konstruiert war, wie es gesegelt wurde, welche Bedeutung es in der Gesellschaft hatte und wie die Wikinger navigierten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.11.2014
Passend zur Schau im Berliner Gropius-Haus nimmt sich Stephan Speicher mit Rudolf Simeks Buch die Schiffsvernarrtheit der Wikinger vor. Dass die Wikinger ihre Schiffe liebten, ist eine Erkenntnis, die Speicher aus der Lektüre des kleinen Bandes zieht. Eine andere betrifft die Geschicklichkeit der nordischen Seefahrer beim Schiffsbau und bei der Navigation durch Sternenwissen. Wie schnell die Wikinger mit ihren Rahsegeln und in den weidenverbundenen Rümpfen unterwegs waren, lässt der Skandinavist Simek ihn wissen, sodass Speicher nun besser versteht, wie Island, Grönland und Neufundland schon früh entdeckt werden konnten.
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