Von Kairo in die Wiener Kindheit. Ruth Cerha erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in der Ferne ihre Wurzeln sucht. Anna ist jung, ungebunden, rastlos. Seit Jahren zieht sie von Ort zu Ort, bleibt nirgendwo länger als ein paar Monate, dann treibt die innere Unruhe sie weiter. Erst in Kairo, wo sie dem Künstler Paul und der quirligen Diplomatentochter Marjana begegnet, kommt die lange Reise zum Stillstand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2011
Eher durchwachsen findet Daniela Strigl diesen Debütroman um eine Frau auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Ruth Cerha erzählt eine Geschichte von "zerstörten Beziehungen" und abgebrochener Kommunikation, die über Umwege zur Auflösung eines Familienrätsels führt, brichtet Strigl Inhaltlich scheint ihr die Geschichte altbekannt und insofern nur durch eine "besondere Erzählweise" zu rechtfertigen. Um einen solche bemüht sich die Autorin dann auch, tut dabei nach Ansicht der Rezensentin jedoch zu viel des Guten. So wirkt der Roman auf Strigl allzu oft recht pathetisch und arg bedeutungsschwanger. Das "Gekonnte, Witzige und wirklich Eigenwillige" geht dabei zu ihrem Bedauern unter.
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