Aus dem Englischen von Susanne Hornfeck. Charlies eh schon kompliziertes Leben gerät aus den Fugen, als sein Vater vom heimischen Krankenhaus nach Virginia verlegt wird. Heimlich reisen ihm seine Kinder quer durchs Land nach: Charlie, seine anstrengende große Schwester, die hyperaktiven Zwillingsbrüder - und eine seltsame neue Familienfreundin als "Babysitter". Um Zumutungen wie das stinkende Wohnmobil, ungenießbares Essen und eklige Toiletten irgendwie ertragen zu können, beschließt Charlie, unterwegs all die Vögel zu erspähen, die er und sein Vater irgendwann gemeinsam zu sehen gehofft hatten. Wenn ihm das bis Virginia gelingt, wird sein Vater bestimmt wieder gesund!
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.01.2023
Ganz hingerissen ist Rezensentin Sylvia Schwab von der bezaubernden Geschichte um den elfjährigen Charlie, der es ganz schön schwer hat: Seine Mutter ist tot, sein Vater, mit dem er zusammen Vögel beobachtet hat, liegt plötzlich weit weg im Krankenhaus. Und: Charlie ist Autist, verrät die Kritikerin, so ergeben sich für ihn auf der Reise zum Vater viele Herausforderungen, die er aber gemeinsam mit seinen Geschwistern und der bosnischen Kinderfrau Ludmila, die eigene Traumata mitbringt, überwinden kann. Schwab freut sich, dass das Lesepublikum stets nah beim Protagonisten ist und seine Gefühle wie Probleme mit ihm zusammen erlebt, ohne dass es kitschig wird. Dazu tragen für sie auch die Vögel bei, die, frei wie sie sind, den Roman immer wieder fliegend kreuzen. Die Rezensentin ist überzeugt von den "komischen Vögeln" dieser Geschichte und scheint sie nicht nur der jugendlichen Zielgruppe ans Herz legen zu wollen.
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