Aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner. Mit einem Nachwort von György Dalos. Sándor Lénárd hat Medizin in Wien studiert, jetzt ist er als ambulanter Blutdruckmesser in den Altstadtgassen Roms unterwegs. 1938 musste er über Nacht vor den Nazis fliehen - große Hoffnungen im kleinen Gepäck. Rasch gehört Lénárd zum Stammpublikum im Caffè Greco, wo sich Emigranten aus ganz Europa teffen. Mit jedem Tag wird die Frage des Überlebens drängender: die Suche nach einem Schlafplatz, die Jagd nach der nächsten Mahlzeit. Doch Lénárd ist findig ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2017
Rezensent Franz Haas stellt uns Sandor Lenards Erinnerungsbuch als grandiose Überlebensgeschichte aus dem faschistischen Rom vor. Auch wenn der Autor Frau und Kind verließ, um sich in Rom durchzuschlagen und ein neues Leben zu beginnen, scheinen Haas die Memorien sympathisch. Mal realistisch, mal gut erfunden, immer brillant geschrieben, anrührend und alltagsgeschichtlich aufschlussreich, findet Haas.
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