Aus dem Italienischen von Maja Pflug. Rosetta Loy erinnert sich an ihre römische Kindheit zur Zeit des Faschismus. Das schöne herrschaftliche Haus in Rom, die Ferien in den Bergen - Bilder einer nur scheinbar unbeschwerten Kindheit, die bald von beunruhigenden Ereignissen überschattet wird. In aller Offenheit zeigt Rosetta Loy die zweifelhafte Haltung der italienischen Bevölkerung, vor allem aber die der katholischen Kirche gegenüber der Judenverfolgung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2001
Maria Frisé geht in ihrer Rezension auf zwei Bücher Rosetta Loys ein, die sich beide mit ihrer Kindheit im faschistischen Italien befassen: "Die Pforte des Wassers. Roman" und "Via Flaminia 21. Meine Kindheit im faschistischen Italien" (beide Piper). Jedoch wird nicht in jedem Punkt deutlich, bei welchem Aspekt sie sich auf welches Buch bezieht. Der Rezensentin gefällt es sehr, dass die Autorin Bilder eingefangen hat, die in der Kindheit - oder in der Erinnerung daran - von besonderer Bedeutung sind, wie etwa "morgendliche Geräusche wie das Schlagen von Türen oder flüsternde Stimmen im Flur". Aber auch Ängste werden, so Frisé, beschrieben, etwa die unheimliche Atmosphäre im katholischen Stift. Dabei werde von der Autorin deutlich aufgezeigt, wie der Faschismus und Antisemitismus in Italien immer mehr Fuß fasste und auch die Welt des Mädchens beeinflusste. Besonders gut scheint der Rezensentin zu gefallen, dass die Autorin in "Via Flaminia 21" neben den Erinnerungen auch Dokumente mit einfließen lässt, etwa Gesetzesänderungen, "ängstliche, verschleiernde Reaktionen der katholischen Kirche" oder auch Zitate des Papstes. Die Sprache der Autorin wird als sehr poetisch gelobt und hat die Rezensentin sogar "manchmal fast an Proust erinnert".
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