Aus dem Ungarischen von Stefan Isidor Klein. Als Knabe wurde er von Seneca erzogen, mit sechzehn zum Kaiser gekrönt, nachdem seine Mutter den Stiefvater Claudius vergiftet hatte - die Laufbahn Neros begann außergewöhnlich und ging spektakulär weiter: Zunächst beliebt, herrschte Nero bald immer grausamer, unberechenbarer. Er ließ Gegner ermorden, aber auch die eigene Mutter und legendäre Geliebte wie Poppaea; leidenschaftlich gab er sich der Kunst und dem Luxus hin. Dann der große Brand Roms, für den Nero die Christen brutal verfolgen ließ, während er selbst davon profitierte und Platz für seinen ungeheuren Palast hatte, die Domus Aurea. Alles in Neros Leben ist Geschichte und Mythos gleichermaßen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2017
Die "Symbiose von Künstlertum und Macht" - ein Thema, das Anfang des 20. Jahrhunderts interessant war, heute jedoch an Aktualität verloren hat, glaubt Rezensent Jörg Plath, der keinen guten Grund finden kann, Dezsö Kosztolányis Roman über den Kaiser und Künstler Nero Cäsar im Jahr 2017 zu lesen, noch dazu in der "betulichen" Übersetzung von 1924. Hätte der Autor sein schwieriges Sujet doch wenigstens etwas farbiger, etwas gehaltvoller gestaltet, seufzt Plath, doch leider lehnt Kosztolányi alle Staffage rigoros ab, sodass am Ende nicht mehr als ein Gerüst steht, karg und farblos, wenig überzeugend, so der enttäuschte Rezensent.
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