Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006
Kristina Maidt-Zinke wundert sich zunächst über die Aufmachung des Bandes von Sarah Kirsch, die in "Kuckuckslichtnelken" über ihre Kindheit erzählt. Während sich die Rezensentin mit den Apfelillustrationen dann doch anfreunden kann, weil Kirsch in ihrem autobiografischen Text dem Apfelgarten des Großvaters einen wichtigen Platz einräumt, findet sie das zarte Rosa des Einbandes dann doch ziemlich unpassend und die Behauptung des Klappentexts, es handle sich hier um einen verklärenden Rückblick in die Kindheit der Autorin, für verfehlt. Vielmehr kann man in dem in seiner Diktion an einen "mündlichen Bericht" erinnernden Text einen klarsichtigen Rückblick auf die Zeit zwischen dem Ende des Nationalsozialismus und dem Anfang der DDR entdecken, lobt die Rezensentin, die auch von einem interessanten "pädagogischen Kompendium" schreibt.
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