Mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos. Vom Abschied und vom Neuanfang
Die Sorge um die alt werdenden Eltern ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Familienstrukturen haben sich aufgelöst, das Leben in der globalisierten Welt fordert maximale Flexibilität und Mobilität. Die wenigsten sind darauf vorbereitet, plötzlich für gebrechliche Menschen da sein zu müssen. Die Pflege reißt Lücken in unsere Lebensläufe und konfrontiert uns mit uns selbst. Dies umso mehr, wenn die Eltern den Zweiten Weltkrieg erlebt haben und in ihrer Seele unaufgearbeitete Traumata verbergen. Sebastian Schoepp macht sich auf eine Zeitreise ins Leben seiner Eltern, vom Russlandfeldzug bis ins Pflegeheim, und damit in die Vergangenheit Deutschlands. Denn mit dem endgültigen Ableben der Kriegsgeneration endet auch eine Epoche.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.08.2018
Pamela Dörhöfer lernt mit Sebastian Schoepps Erfahrungsbericht nicht nur das deutsche Pflegesystem und die Leiden von Angehörigen Pflegebedürftiger besser kennen, sondern auch die Kriegsgeneration und ihre verborgenen Traumata. Wie der Autor über das Leben mit zwei pflegebedürftigen Eltern schreibt, wie er die Vergangenheit seiner Eltern und das Kümmern miteinder verbindet, hält Dörhöfer für gelungen. Der Autor eröffnet mit dem Thema Sterben ein "Paraleluniversum", meint die Rezensentin. Das Buch hebt sich ab von der Menge der Veröffentlichungen zum Thema, indem Schoepp der Generation seiner Eltern eine Stimme verleiht, erklärt sie.
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