Herausgegeben von Nicolaus U. Buhlmann und Peter Styra. Die Festschrift bietet wissenschaftliche Beiträge aus den umfangreichen und unterschiedlichen Arbeitsbereichen von Wilhelm Imkamp. Der promovierte Dogmenhistoriker ist seit 1988 Wallfahrtsdirektor der mittelschwäbischen Wallfahrt Maria Vesperbild. Der Praktiker der Volksfrömmigkeit hat immer wieder theologisch ebendiese Praxis in wissenschaftlichen Beiträgen, Interviews und zahlreichen anderen Publikationen reflektiert. Seit 1983 ist Imkamp Konsultor für die Kongregation für die Heiligsprechungen, 2008 berief ihn Papst Benedikt zusätzlich zum Konsultor der Gottesdienstkongregation.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2011
Eine 1231 Seiten dicke Festschrift zum 60. eines deutschen Priesters und Wallfahrtsdirektors, eines talkshowbesessenen Trendsetters der katholischen Retro-Fraktion? Rudolf Neumaier reibt sich die Augen. Ein Blick ins Impressum klärt einiges: Der Band erscheint als Nr. 1 der Neuen Folge der Thurn und Taxis- Studien, ihr Herausgeber heißt genau wie der mit dieser Festschrift Geehrte: Wilhelm Imkamp. Zwar hat Imkamp selbst nicht mitgeschrieben zu seiner Glorie, allerdings hat er seine Vorstellung, die ihn ehrenden Autoren betreffend, genau geäußert, wie der Rezensent erfahren konnte. Wer nach dieser Information noch Lust verspürt, in dem dicken Buch zu lesen, bekommt die ganze Breitseite des konservativen Klerikalismus, aber auch Neues zum gymnasialen Lehrplan für den bayerischen Religionsunterricht serviert. Die paar liberalen Theologen und Philosophen, die auch zu Wort kommen, fallen laut Rezensent kaum ins Gewicht. Eine Frage bewegt Neumaier am Ende trotzdem: Bei so viel Aufwand in Gottes Namen, blieb wirklich keine Taler mehr für ein ordentliches Korrektorat?
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