Es ist der letzte Schultag vor den Ferien und Deutschlehrer Moritz Brandl betritt das Klassenzimmer seines Leistungskurses. Doch statt des Unterrichts beginnt ein Spiel um Leben und Tod: Brandl verriegelt die Tür und zieht eine Waffe. Er will herausfinden, wer sein Leben ruiniert hat. Seine Frau hat vor Kurzem Suizid begangen und in seiner Verzweiflung versucht er, die Schuldigen zu finden. Nur wenn die Klasse zusammenhält, haben alle eine Chance zu überleben …
Silke Heimes ist Medizinerin, die nun ihren zweiten Jugendroman veröffentlicht hat, erzählt Kritikerin Karin Hahn. Darin nimmt ein Lehrer, dessen Frau Selbstmord begangen hat, eine Schulklasse als Geisel. Hahn erfährt im Gespräch, dass viel Recherchearbeit in das Buch geflossen ist, das zeigt sich ihr auch in der klugen und authentisch erzählten Geschichte. Erzähler sind die beiden Schüler Liam und Sam, deren Lehrer Brandl auf einmal mit einer Pistole vor ihnen steht. Es entspannt sich ein "temporeich erzähltes Kammerspiel", das Hahn nicht nur durch die sensibel gestalteten Charaktere überzeugt, sondern auch durch die großen Fragen, die zwischen Geschlechtsidentität, Moral und Gerechtigkeit verhandelt werden.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…